Ralpf Boes

Hier zum Video     Inge Hannemann      

"Inge H. hat in diesen Tagen eine Einladung erhalten, zu einem „Personalgespräch/ Anhörung“, wie es dort im nüchternen Beamtendeutsch heißt. Die Post kam von ihrem Arbeitgeber, der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI). Da muss es Leute geben, die Inge H. wahrgenommen haben, ihren Internetauftritt und ihre schallende Kritik. Darüber scheint die Behörde (Klageführer wie auch die „Gesprächsteilnehmer“ gehen aus der freundlichen Einladung nicht hervor) not amused zu sein. Dort scheinen einige so wenig amüsiert zu sein, dass die verkniffenen Gesichter geradezu aus den Zeilen zu springen drohen.

Inge H. habe auf ihrem Blog darauf hingewiesen, dass das Hartz-System gegen die Menschenwürde verstoße und dass durch die Sanktionspraxis Menschen in den Tod getrieben würden. Darüber will die Behörde jetzt mit Inge H. reden. Und möchte dabei en passant wohl gerne erfahren, ob sie denn an diesen Inhalten festhalten oder nicht doch lieber davon abrücken wolle.


„Anhörungen“ kennen wir aus dem Beamtenrecht. Dort sind sie zwingend vorgesehen, als unabweislicher Ablaufschritt in Disziplinarverfahren. Dann, wenn der Delinquent sich strafbar gemacht oder gravierend gegen die Dienstvorschriften verstoßen hat. Derartige Anhörungen können aber auch der erste Schritt zu einer Entlassung aus dem Dienst sein.

Inge H. ist aber keine Beamtin, sie ist Angestellte im Öffentlichen Dienst, eine Frau mitten aus dem Leben. Sie ist Speditionskauffrau, Netzwerkadministratorin, Fachjournalistin, Ausbilderin und Dozentin und schließt gerade ihr Studium zur PR-Beraterin ab. Seit 2009 arbeitet sie für die BAFIN, als Dozentin und Beraterin in den zahlreichen  ”Eingliederungsmaßnahmen“, mit denen Erwerbslose aus der Statistik geholt werden. Anders als ihre vermeintlichen Kläger genießt Inge H. nicht den exklusiven Schutz und auch nicht die Absicherung einer Beamtin. Und dennoch hat sie mehr Mumm als die meisten Akteure in diesem System, sie legt die Finger in dessen allzu offenen Wunden!

Inge H. hat sich dabei in keinster Weise strafbar gemacht, sie hat nur ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ausgeübt. Als mündige und verantwortungsbewusste Bürgerin, als Verfechterin der demokratischen Grundordnung. Stellvertretend für über 100.000 Kolleginnen bundesweit, hat sie darauf hingewiesen, dass es so nicht weitergeht, auch nicht für die MitarbeiterInnen in den Jobcentern. Dort herrscht eine Kultur des Drucks und der Demütigung, die hohe personelle Fluktuation wie auch die exorbitanten Krankenstände sind Zeugen von Bedingungen, mit denen niemand leben kann.

Das ist sie, die „Schuld“, die Inge H. auf sich geladen hat. Aber auch die Last, die sie nun tragen muss. Dabei ist sie nicht allein, Mitarbeiter und Freunde aus den bundesweiten Netzwerken stehen ihr solidarisch zur Seite. Sie schaffen die notwendige Gegenöffentlichkeit und organisieren Unterstützung. Angelehnt an ein Beispiel aus Frankreich, wo eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit nicht mehr mitspielen wollte und laut und deutlich verkündete „Nein, das machen wir nicht mehr mit!“ kursiert inzwischen ein Vorschlag, der dem Engagement von Inge H. eine angemessene Würdigung verleihen würde:

Wählt Inge H. zur deutschen Fabienne!"
Quelle:
http://norbertwiersbin.de/der-fall-inge-h-aus-hh-maulkorb-fur-kritische-jobcenter-mitarbeiterin/
‎"Inge H. hat in diesen Tagen eine Einladung erhalten, zu einem „Personalgespräch/ Anhörung“, wie es dort im nüchternen Beamtendeutsch heißt. Die Post kam von ihrem Arbeitgeber, der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI). Da muss es Leute geben, die Inge H. wahrgenommen haben, ihren Internetauftritt und ihre schallende Kritik. Darüber scheint die Behörde (Klageführer wie auch die „Gesprächsteilnehmer“ gehen aus der freundlichen Einladung nicht hervor) not amused zu sein. Dort scheinen einige so wenig amüsiert zu sein, dass die verkniffenen Gesichter geradezu aus den Zeilen zu springen drohen.

Inge H. habe auf ihrem Blog darauf hingewiesen, dass das Hartz-System gegen die Menschenwürde verstoße und dass durch die Sanktionspraxis Menschen in den Tod getrieben würden. Darüber will die Behörde jetzt mit Inge H. reden. Und möchte dabei en passant wohl gerne erfahren, ob sie denn an diesen Inhalten festhalten oder nicht doch lieber davon abrücken wolle.


„Anhörungen“ kennen wir aus dem Beamtenrecht. Dort sind sie zwingend vorgesehen, als unabweislicher Ablaufschritt in Disziplinarverfahren. Dann, wenn der Delinquent sich strafbar gemacht oder gravierend gegen die Dienstvorschriften verstoßen hat. Derartige Anhörungen können aber auch der erste Schritt zu einer Entlassung aus dem Dienst sein.

Inge H. ist aber keine Beamtin, sie ist Angestellte im Öffentlichen Dienst, eine Frau mitten aus dem Leben. Sie ist Speditionskauffrau, Netzwerkadministratorin, Fachjournalistin, Ausbilderin und Dozentin und schließt gerade ihr Studium zur PR-Beraterin ab. Seit 2009 arbeitet sie für die BAFIN, als Dozentin und Beraterin in den zahlreichen ”Eingliederungsmaßnahmen“, mit denen Erwerbslose aus der Statistik geholt werden. Anders als ihre vermeintlichen Kläger genießt Inge H. nicht den exklusiven Schutz und auch nicht die Absicherung einer Beamtin. Und dennoch hat sie mehr Mumm als die meisten Akteure in diesem System, sie legt die Finger in dessen allzu offenen Wunden!

Inge H. hat sich dabei in keinster Weise strafbar gemacht, sie hat nur ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ausgeübt. Als mündige und verantwortungsbewusste Bürgerin, als Verfechterin der demokratischen Grundordnung. Stellvertretend für über 100.000 Kolleginnen bundesweit, hat sie darauf hingewiesen, dass es so nicht weitergeht, auch nicht für die MitarbeiterInnen in den Jobcentern. Dort herrscht eine Kultur des Drucks und der Demütigung, die hohe personelle Fluktuation wie auch die exorbitanten Krankenstände sind Zeugen von Bedingungen, mit denen niemand leben kann.

Das ist sie, die „Schuld“, die Inge H. auf sich geladen hat. Aber auch die Last, die sie nun tragen muss. Dabei ist sie nicht allein, Mitarbeiter und Freunde aus den bundesweiten Netzwerken stehen ihr solidarisch zur Seite. Sie schaffen die notwendige Gegenöffentlichkeit und organisieren Unterstützung. Angelehnt an ein Beispiel aus Frankreich, wo eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit nicht mehr mitspielen wollte und laut und deutlich verkündete „Nein, das machen wir nicht mehr mit!“ kursiert inzwischen ein Vorschlag, der dem Engagement von Inge H. eine angemessene Würdigung verleihen würde:

Wählt Inge H. zur deutschen Fabienne!"
Quelle:
http://norbertwiersbin.de/der-fall-inge-h-aus-hh-maulkorb-fur-kritische-jobcenter-mitarbeiterin/

 


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